Phäno WAS??

ZZLKassel

Was genau eine Phänotypisierung bedeutet und wofür sie gut ist.
Fangen wir mal ganz vorne an. Es war und ist Imelda Angehrns Ziel, den Continental Bulldog zu einer von allen Hundeverbänden anerkannten RASSE zu bringen. Das bedeutet, dass in jedem Land der CB als Rasse durch den nationalen Hundeverein (in Deutschland ist das der VDH, Verband für das Deutsche Hundewesen) anerkannt und aufgenommen wird.
Der „Oberverband“ bzw. Weltverband für alle Länder, ist die FCI (Federation Cynologique International). Der Versuch, den CB bei der FCI als Rasse anerkennen zu lassen, wurde vorerst abgelehnt. Deshalb ist es umso wichtiger für viele Züchter und Besitzer von CB’s, die Rasse NATIONAL in diese Anerkennung zu führen. Allein schon deshalb, weil es Imelda wirklich verdient hat, hat sie doch so viele Jahre Herzblut und Arbeit in unsere tolle Rasse gesteckt.
In Deutschland ist also der VDH für unsere CB’s zuständig. Dieser hat die Rasse zum 01.01.2015 national anerkannt. Das heißt, auch in Deutschland ist der CB nun eine „eingetragene richtige Rasse!“
Um einen Conti aus Deutscher Zucht an den Ausstellungen zu zeigen, ist also diese Phänotypisierung nötig. Ein CB kann frühestens mit 15 Monaten vorgestellt werden.
Bei einer Phänotypisierung (die Termine und Anmeldung kann man bei unserem Zuständigen Sachbearbeiter im VDH, Herrn Freimuth, erfragen..) wird der Hund OPTISCH (also Phänotypisch) beurteilt und von einem Tierarzt untersucht. Es wird also festgestellt, ob der Hund von seinem äußeren Erscheinungsbild dem Standard der Rasse entspricht. Das ganze Prozedere dauert ca. 15-20 Minuten pro Hund und findet auf fast jeder größeren Ausstellung des VDH statt.
Die Kosten für eine Phänotypisierung belaufen sich auf 100,00 €.
Für den ein oder anderen mag das aufwändig und vielleicht sogar „diskriminierend“ klingen, aber das ist ein absolut gängiges Verfahren für ALLE Rassen, die „neu“ sind und im VDH aufgenommen werden.
JEDER phänotypisierte Hund ist WICHTIG für die Rasse, das „Image“ und auch Imelda wird sich über jeden einzelnen freuen.
Hat man mit seinem Conti die „Phäno“ erfolgreich hinter sich gebracht, bekommt man nach ca. zwei Wochen Registerpapiere vom VDH. Dort stehen dann keine Eltern oder Großeltern des Hundes und auch der „Zwingername“ wird dort nicht mehr stehen. Es wird lediglich der Name des Hundes dort stehen. Auch das ist ein völlig „normales“ Prozedere bei der Aufnahme einer neuen Rasse.
Mit diesen Registerpapieren kann man an allen VDH Ausstellungen teilnehmen.
Um nun einen Hund in die Zucht zu bekommen, ist nicht nur diese Phäno unerlässlich, sondern man muss seinen Hund zweimalig auf VDH Ausstellungen vorstellen und der Hund muss vom Richter mindestens ein „sehr gut“ erhalten. Erst wenn das geschehen ist, kann man den Hund zur Zuchtzulassungsprüfung vorstellen.
Ich hoffe, es können sich jetzt der ein oder andere etwas „mehr“ unter der „Phäno“ vorstellen und natürlich hoffe ich ebenso, das möglichst viele, Ihre Hunde registrieren (phänotypisieren) lassen.

Quelle: Inga Brandt


 

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